Der Rote Baron  

Manfred Albrecht Freiherr von Richthofen verbrachte die letzten Monate seines Lebens in der Somme.

Er wuchs in Wiesbaden auf. Dort war er als erfahrener Reiter und Jäger bekannt. Später im Krieg wählte er oft eine alleinfliegende Flugmaschine aus, deren Pilote ungeschützt schien – er ging nie grosse Risiken ein. Während seiner Karriere mit der Luftwaffe errang er 80 Luftsiege. Von diesen Siegen sammelte er viele Jagdtrophäen.

1915 war er Späher an der Ostfront. Diese Arbeit gefiel ihm nicht und eine Versetzung bei der Luftwaffe wurde arrangiert. Er kam an die Westfront und trat der Jasta (Jagdstaffel) 2 bei.

1917 trat er der Jasta 11 bei. Ab Januar 1917 bis zu seinem Tode war er der erfolgreichste deutsche Pilote.

Jedoch kam er am 21. April 1918 ums Leben. An jenem Tag wachte er im Château in Cappy auf. (Er und andere Offiziere wohnten in diesem schönen Gebäude, das Sie noch heute besichtigen können). MvR flog vom deutschen Militärflugplatz in Cappy ab und entschloss sich, einem kanadischen Piloten (Wilford MAY) zu folgen. Der Kanadier hatte sich (absichtlich???) von seiner Gruppe getrennt.

Einige behaupten, MvR ginge direkt in eine Falle. Man weiss, dass der australische Pilote Roy BROWN und auch australische Bodentruppen auf ihn warteten, als er hinter Wilford May flog.

Der Rote Baron wurde ohne Zweifel von einem Kugel getroffen, aber wir wissen nicht genau, wer ihn getötet hat. Roy Brown flog hinter sein Flugzeug und schoss auf ihn. Die australischen Bodentruppen waren auch dabei. Sie haben auch auf den Roten Baron geschossen. Auf jeden Fall war eine Gruppe von alliierten Soldaten für seinen Tod verantwortlich. Diese Fallensteller waren stolz auf ihren Sieg.

(Wenn Sie den Ort besichtigen möchten, wo von Richthofens Flugmaschine abgestürzt ist, dann fahren Sie die D1 entlang- zwischen Bray und Corbie. Ein Schild zeigt den Ort, wo die Alliierten den toten Baron gefunden haben. (Suchen Sie den grossen Schornstein in der Nähe von Vaux-sur-Somme).

Am nächsten Tag (22. April 1918) wurde der Rote Baron respektvoll mit militärischen Ehren im Kommunalfriedhof in Bertangles beerdigt. (Das Château in Bertangles war der Sitz der australischen Offiziere).

Später wurde er dreimal umgebettet.

Erstens wurde er auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Fricourt (Somme) beigesetzt.

Zweitens wurde sein Leichnam nach Berlin (zum Invalidenhof) gebracht.

Heute liegt er im Familiengrab auf dem Südfriedhof in Wiesbaden.

Wenn Sie mehr wissen wollen....... http://www.anzacs.net/MvR_German.htm.